Die Bilder dieser Seite unterliegen dem Urheberrecht von Sio Motion und dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Fotografen genutzt werden !
logo

Bernburg – Red Church

Red Church - Bernburg

"Bereits von weitem ist der rote Backsteinbau zu erkennen der seinem Spitznamen "Red Church" alle Ehre macht. Die St. Stephanie-Kirche ist dem Verfall preisgegeben und wird oft mit einer gleichnamigen romanischen Dorfkirche verwechselt die ebenfalls in Bernburg zu finden ist, aber im Gegensatz zur "Roten Kirche" viel besser erhalten und mittlerweile restauriert wurde. Unsere Kirche hier ist alles andere als in einem guten Zustand und wird bis zu ihrem Abriss keine neue Verwendung finden."

Die Geschichte

 

1893 stifftete die Gemeinde von Waldau das selbstbewusste Projekt, welches neben seinem eigentlichen Namen auch als "Zuckerrübenkirche" bekannt ist, denn der Ort wurde damals durch Zuckerrübenanbau wohlhabend. Es sollte ein Statussymbol des Reichtums der kleinen Vorstadt werden und wurde hoch über dem alten Bett der Saale, mit hunderten Sitzplätzen errichtet, währrend die ältere kleine Dorfkirche aus dem 10.Jhd leer zurück blieb.

Die große Zeit der roten Kirche währte allerdings nicht lang, denn das Kirchenschiff war viel zu groß, der Unterhalt viel teuer und die Zahl der Kirchgänger sank mit den Jahren immer drastischer. Bereits nach dem zweiten Weltkrieg wurde sie 1953 entweiht und ohne Verwendung zurückgelassen. Die letzte Amtshandlung des zuständigen Pfarrers war eine Taufe im Jahr 1959 in der bereits aufgegebenen Kirche. Der hauptsächliche Grund lag im Wandel des Zeitgeschmacks, der das "echte Romanische" und somit die gleichnamige Dorfkirche in Waldau wiederendeckt hatte.

Aufgrund von Kupferknappheit habe man nach Gründung der DDR das Kupferdach ersatzlos abgenommen. Danach folgten Vandalismus und Plünderungen - selbst der unglaublich schöne Sternenhimmel der majestätisch an der Decke prangte ist heute kaum noch zu erkennen. Kinder warfen die großen runden Buntglasscheiben mit Steinen ein, Metalldiebe brachen die Tore auf und stahlen alles wertvolle bishin zu den Orgelpfeifen und es dauerte nicht lang zündeten Jugendliche innerhalb der Kirche auch das ein oder andere Lagerfeuer. Mittlerweile ist das Dach eingestürzt, die mannshohen Birken brechen durch das Mauerwerk und rund um die Kirche
liegen Schieferplatten und Backsteine umschlungen von wuchernden Efeu. Erst mit der politischen Wende sah man eine eventuelle Chance das Schicksal der roten Kirche zu wenden. 1990 wurde der neuromanische Bau vom zuständigen Kirchenrat und in Zusammenarbeit mit der kirchlichen Landesbehörde an eine Privatperson für 75000 D-Mark verkauft. Mehr als ein paar hübsch beleuchtete Weihnachtsbäume im Winter brachte es der roten Kirche allerdings nicht. Die Firma des neuen Besitzers ging unmittelbar pleite und die Kirche floss in die Insolvenzmasse. So verfiel der einstige Stolz der Waldauer Bürger weiter und weiter.

Nach der Jahrhundertwende versuchte man immer wieder an das evangelische Gotteshaus heranzukommen, denn der Unmut der Bürger über den "Schandfleck" richtete sich immer wieder gegen die "Gemeinde" , obwohl diese längst nicht mehr zuständig ist. Es gab zwar einige Privatinvestoren die interesse zeigten, doch alle Versuche die Zukunft der Kirche zu retten scheiterten aus verschiedenen Gründen.

Das gibt es noch zu sagen ...

"2009 warf die Stadt per Hubschrauber ein Sicherungsnetz über das komplette Dach der alten Kirche um Unfälle durch Steinschlag zu verhinden. Einen neuen Ausweg bot dann der Weg über das Amtsgericht. Durch die Insolvenz des Besitzers wurden nie Steuern und Gebühren für Straßenreinigung ect. an den Landkreis gezahlt und es häuften sich mehrere hunderttausend Euro Grundschulden, die nun eine Versteigerung ermöglichten, denn vom Besitzer selbst war nichts zu holen. Wie die Kirche nach der Versteigerung genutzt wird war der Stadt vollkommen egal - selbst ungewöhnliche Ideen wie ein Einsatz als Großraumdisko hätte nichts im Wege gestanden.

Am 06.05.2014 fand die Zwangsversteigerung statt. Das Ziel war ein Verkaufspreis von ca 20.000 Euro. Ersteigert wurde sie von der Stadt Bernburg selbst für gerade mal 2.480€. Doch bis heute hat sich nichts mehr getan. Die Kirche verrottet weiter und weiter ..."

HELFT UNS !

Ihr seid Zeitzeugen, wisst mehr über dieses Objekt oder besitzt Bilder aus alter Zeit? Meldet euch bitte bei uns und unterstützt dieses dokumentarische Archiv um gemeinsam die Geschichten dieser historischen Orte zu erzählen und zu erhalten.

iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg
iamlost verlassene orte Red Chruch Bernburg

Weitere interessante Seiten zur Red Church in Bernburg :

# [MZ-Beitrag zur Kirche]

In Portfolios